Projekttreffen WoodQAI

Foto: André Kupetz
Foto: André Kupetz

KI-gestützte Holzqualitätsbewertung im Praxiskontext

Die Bewertung der Holzqualität ist ein zentraler Schritt in der forstlichen Wertschöpfungskette. Insbesondere bei Holzpoltern stellt sich die Frage, wie relevante Qualitätsmerkmale zuverlässig, nachvollziehbar und möglichst praxisnah erfasst werden können. Im Forschungsprojekt WoodQAI wird untersucht, wie KI-basierte Verfahren die Qualitätseinstufung von Stammholz anhand digitaler Bilddaten unterstützen können.

Im April 2026 trafen sich die Projektbeteiligten beim assoziierten Partner Hegener-Hachmann GmbH & Co. KG im Sauerland. Neben den Projektpartnern nahm auch der Projektträger Jülich (PtJ) an dem Statustreffen teil. Im Mittelpunkt standen die bisherigen Arbeiten und Ergebnisse des Vorhabens, unter anderem zur Erfassung geeigneter Bilddaten, zur Ableitung relevanter Holzmerkmale, zur KI-basierten Merkmalserkennung sowie zur technischen Umsetzung auf mobilen Endgeräten.

Ein besonderer Mehrwert des Treffens lag in der Besichtigung des Sägewerks. Vor Ort konnten die Projektbeteiligten die praktischen Abläufe der Holzannahme, Sortierung und Weiterverarbeitung nachvollziehen und die Anforderungen aus Sicht der Praxis vertiefen. Dabei wurde deutlich, wie anspruchsvoll eine belastbare Qualitätseinschätzung von Stammholz sein kann und welches Potenzial digitale Hilfsmittel für eine objektivere und effizientere Bewertung bieten.

Die Projektbeteiligten werteten das Statustreffen und den fachlichen Austausch als sehr erfolgreich. Für die kommenden Projektphasen konnten wichtige Impulse gewonnen werden, um die KI-gestützte Holzqualitätsbewertung weiter in Richtung einer praxisnahen Anwendung zu entwickeln.

WoodQAI ist ein Verbundvorhaben des RIF Institut für Forschung und Transfer e. V., der Forstify GmbH und der SNAP GmbH. Assoziierte Partner des Projekts sind unter die Hegener-Hachmann GmbH & Co. KG, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie die Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen.

Das Vorhaben wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen 2021–2027 gefördert. Die Förderkennzeichen der Projektpartner lauten EFRE-20800973, EFRE-20800978 und EFRE-20800982.